Tiba Töne - Tuns da tibas
Die Tiba ist ein Instrument, das die Hirten der Surselva und der Sutselva (Domleschg, Schamsertal, Heinzenberg) mitnahmen, wenn sie mit dem Vieh in die Maiensässe und im Sommer auf die Alp zogen. Mit der Tiba dirgierte der Hirt sein Vieh und seine Helfer. Er verständigte sich mit den Angehörigen und den Bauern im Tal unten, und er musizierte nach getaner Arbeit mit der Belegschaft der Nachbaralp um die Wette.
Das MRS widmet der Tiba eine Sonderausstellung. Wir zeigen eine grosse Anzahl von Tibas, die wir im Verlaufe des letzten Jahres als Leihgaben zur Verfügung gestellt erhielten. Tibas aus Holz sind Produkte des 19. Jahrhunderts, Tibas aus Weissblech wurden von den Spenglern des 20. Jahrhunderts hergestellt.
In der romanischen Literatur wird die Tiba zum Symbol für ein naturnahes und idyllisches Leben auf der Alp: Der Hirt, der inmitten von Herdenklängen und Alpenflora seine Tiba spielt und dabei eine grosse Zufriedenheit empfindet. Der Künstler Peter Diem hat mit grossformatigen "Wiesengründen" sommerliche Alpstimmung in die Museumsräume gezaubert.
Im "Klangraum" finden Sie Klangbeispiele an vier Hörstationen von "traditionell" bis "innovativ". Wir zeigen Naturhörner aus aller Welt und selbstverständlich dürfen Sie auch Tibas ausprobieren. Es ist garn nicht so schwierig, diesem Naturhorn Klänge zu entlocken.
Erinnerungen an Tibas gesucht!
Wir erarbeiten eine Dokumentation zur Tiba und suchen Personen mit Erinnerungen an Tiba-Zeiten. Wenn Sie Fotomaterial haben, wenn Sie sich an den Klang der Tiba erinnern oder sogar noch Tiba-Signale im Ohr haben, bitte melden Sie sich bei uns unter Telefon 081 925 41 81 (Carin Cadonau und Marianne Fischbacher). Wir freuen uns über jede Meldung und schreiben Ihre Auskünfte auf!
Vielen Dank für die Mithilfe! Hier finden Sie die im Sommer 2010 nach einem ähnlichen Aufruf gesammelten Tibas.




