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Auf der Website der Gemeinde Ilanz/Glion finden sich weiterführende Texte des Historikers Dr. Martin Bundi und des Theologen und Historikers PD Dr. Jan-Andrea Bernhard. Hier der Link

 

Cheu sa ins cargar giu in artechel da Ser Jan-Andrea Bernhard el Calender per mintga gi 2017, p. 82, tier la reformaziun a Glion e las vischnauncas el cumin dalla Foppa.

Ilanz ist Reformationsstadt Europas

Ilanz 1924, Blick auf das "Städtli" (die Altstadt)
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Ilanz hatte sich im Jahr 1517, als Martin Luther 95 kritische Thesen zur katholischen Kirche an die Türe der Schlosskirche von Wittenberg schlug, gerade erst vom Stadtbrand von 1483 erholt und befand sich auf gutem Weg, ein prosperierendes Städtchen am Oberrhein zu werden. Der Stadtbrand hatte das ganze, aus Holz gebaute mittelalterliche Städtchen hinweg gerafft mitsamt der Kirche und den Glocken. Allein ein gemauerter Wohnturm hatte die Kathastrophe überstanden. Die Stadtobrigkeit hatte sich schon bald nach dem Unglück auf die Suche nach Unterstützung für den Wiederaufbau gemacht. Ein Teil des Aufbaus betraf eine neue, im spätgotischen Stil gebaute und der heiligen Margarethe geweihte Kirche. Deren Bauteile, Chor, Schiff und Gewölbe wurden Schritt für Schritt erstellt. Erst 1520 nahm der Churer Bischof die Schlussweihe vor. Das Innere schmückten aufregende Deckengemälde, die nicht wie zur Zeit des Mittelalters biblische Szenen abbildeten sondern vom Zyklus von Leben und Tod erzählten. Ein Kunstwerk von europäischem Format, geprägt von Aufbruchstimmung und dem Gedankengut der Renaissance.